Ephemeriden sind Tabellen, die für jeden Tag angeben, wo Sonne, Mond und Planeten am Himmel stehen. Der Begriff stammt vom griechischen ephēmeros, „täglich“.
Wozu sie dienen
Jede Horoskopberechnung braucht diese Angaben. Vor dem Computer schlug man sie in gedruckten Jahrbüchern nach – im deutschsprachigen Raum vor allem in den Ephemeriden des Verlags Dr. Grazia Bordoni oder in Raphael’s Ephemeris. Heute rechnet Software die Positionen direkt aus Bahnelementen.
Genauigkeit
Gedruckte Ephemeriden geben die Stände meist für Mitternacht oder Mittag Weltzeit an; Zwischenwerte muss man interpolieren. Beim Mond, der rund dreizehn Grad am Tag zurücklegt, fällt das ins Gewicht: Eine Stunde Unterschied verschiebt ihn um gut ein halbes Grad.
Im Alltag
Wer eine ältere Horoskopdeutung nachprüft, sollte darauf achten, ob mit Welt- oder Ortszeit gerechnet wurde. Genau an dieser Stelle entstehen die meisten Abweichungen zwischen zwei Berechnungen desselben Geburtsdatums.
